Genderwörterbuch: Zahnarzt / Zahnärztin

Sie möchten das Wort »Zahnarzt« geschickt und korrekt gendern? In diesem Wörterbucheintrag des Genderwörterbuchs finden Sie sämtliche möglichen Formen, Informationen zur Grammatikalität, mögliche alternative Formulierungen und Beispielsätze. Hilfe zu dieser Seite erhalten Sie hier.

Flexionsparadigmen (männl./generische und weibl./movierte Form):

SingularPlural
NomZahnarztZahnärzte
GenZahnarztesZahnärzte
DatZahnarztZahnärzten
AkkZahnarztZahnärzte
SingularPlural
NomZahnärztinZahnärztinnen
GenZahnärztinZahnärztinnen
DatZahnärztinZahnärztinnen
AkkZahnärztinZahnärztinnen


Informationen zur Wortbildung (vereinfacht):

{Zahn} + {Arzt}

Geschlecht berücksichtigende (»gendergerechte«) Bezeichnungen:

Paarform:
👤 die Zahnärztin bzw. der -arzt (Nom.), der Zahnärztin bzw. des -arztes (Gen.);
👥 die Zahnärztinnen und -ärzte (Nom.), den Zahnärztinnen und -ärzten (Dat.)

Schrägstrichschreibung:
👤 *der/die Zahnarzt/-ärztin (Nom.), *des/der Zahnarztes/-ärztin (Gen.)
👥 *die Zahnärzte/-innen (Nom.), *den Zahnärzten/-innen (Dat.)

Klammerform:
👤 *der/die Zahnarzt(ärztin) (Nom.), *des/der Zahnarztes(ärztin) (Gen.)
👥 *die Zahnärzte(innen) (Nom.), den Zahnärzt(inn)en (Dat.)

Geschlechtsneutrale Bezeichnungen:

Partizipialform:
nicht bildbar oder nicht bedeutungsgleich

Kurzbezeichnungen (nicht amtlich):

Binnenmajuskel:
👤 *der/die ZahnarztIn bzw. *ZahnärztIn (Nom.), *des/der ZahnarztesIn bzw. *ZahnärztIn (Gen.);
👥 *die ZahnärzteInnen bzw. *ZahnärztInnen (Nom.), *den ZahnärztenInnen bzw. *ZahnärztInnen (Dat.)

Gendersternchen / Genderstar (nicht binär):
👤 *der*die Zahnarzt*in bzw. *Zahnärzt*in (Nom.), *des*der Zahnarztes*in bzw. *Zahnärzt*in (Gen.);
👥 *die Zahnärzte*innen bzw. *Zahnärzt*innen (Nom.), *den Zahnärzten*innen bzw. *Zahnärzt*innen (Dat.)

Genderdoppelpunkt (nicht binär):
👤 *der:die Zahnarzt:in bzw. *Zahnärzt:in (Nom.), *des:der Zahnarztes:in bzw. *Zahnärzt:in (Gen.);
👥 *die Zahnärzte:innen bzw. *Zahnärzt:innen (Nom.), *den Zahnärzten:innen bzw. *Zahnärzt:innen (Dat.)

Gendergap (nicht binär):
👤 *der_die Zahnarzt_in bzw. *Zahnärzt_in (Nom.), *des_der Zahnarztes_in bzw. *Zahnärzt_in (Gen.);
👥 *die Zahnärzte_innen bzw. *Zahnärzt_innen (Nom.), *den Zahnärzten_innen bzw. *Zahnärzt_innen (Dat.)

Ausweichmöglichkeiten:

Ersatzformen (auf Basis bezogen) (nicht für Rechtstexte):
Behandelnde; Heilkundige; (Ärzteschaft) (Gruppe)

Umschreibungen (auf Basis bezogen) (nicht für Rechtstexte):
ärztliches Personal; fachärztliches Personal

Beispielsätze (auf Basis bezogen):

Besser nicht: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Besser so: Erkundigen Sie sich in der Arztpraxis oder Apotheke./Fragen Sie eine ärztlich oder pharmazeutisch ausgebildete Person.

Weitere Wörter zu dieser Basis:

Allgemeinarzt, Amtsarzt, Assistenzarzt, Augenarzt, Bereitschaftsarzt, Betriebsarzt, Chefarzt, Facharzt, Frauenarzt, Gefängnisarzt, Hals-Nasen-Ohren-Arzt, Hausarzt, Hautarzt, HNO-Arzt, Kantonsarzt, Kassenarzt, Kinderarzt, Landarzt, Leibarzt, Lungenfacharzt, Mannschaftsarzt, Militärarzt, Nervenarzt, Notarzt, Oberarzt, Privatarzt, Schiffsarzt, Schularzt, Sportarzt, Teamarzt, Tierarzt, Vereinsarzt, Vertrauensarzt, Wahlarzt

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Statistische Angaben

Abgeschnitten haben die geschlechtergerechten Varianten in Bezug auf ihre Grammatikalität wie folgt (bezogen auf alle Kasus und Numeri):

Reali­sie­rungs­formBeispielReali­sie­rungs­grad
Paarformdie Zahnärztin bzw. der -arzt
Schrägstrich­form*der/die Zahnarzt/-ärztin
Klammer­form*der/die Zahnarzt(ärztin)
Partizipial­form(keine Form wie der/die Studierende möglich)
Kurzformen*der*die Zahnarzt*in bzw. *Zahnärzt*in
 grammatisch falsch oder generisches Femininum (Ärzt*innen), bei Kurzformen von Dritten als korrekt postuliert

Diskussion


N. N.: Was Ist denn bitte mit mir, nicht-binär?? Jetzt fühle ich mich erst recht ausgesetzt!! (28.12.2022 23:28)
antworten

N. N.: Zahnärzt:innen kann nicht richtig sein! Ein Zahnarzt, zwei Zahnärzte Man sagt nicht zu einem Zahnarzt in der Mehrzahl "Zahnärzt," demzufolge müsste es Zahnärzte:Zahnärztinnen heißen. Ich empfinde als Beleidigung wenn mehrere Zahnärzte quasi als Zahnärzt angesprochen werden! Da sieht man an nur diesem einen Beispiel, wie Schwachsinnig die neue Schreibweise ist. (02.04.2026 10:59)

Torsten Siever: Ärzt:innen gehört tatsächlich zu den nicht wenigen Formen, die nicht funktionieren (s. Statistiken im Fuß). Was noch schlimmer ist: Immer öfter werden die maskulinen Attribute und Artikel nicht mehr geschrieben, mündlich ohnehin nicht gesagt. In solchen Fällen habe ich Verständnis dafür, dass sich Männer nicht mehr adressiert fühlen. Es ist die Umkehr der alten Ungerechtigkeit in eine neue. Mündlich können Sie hier die Paarform wählen, schriftlich darüber hinaus die Klammerschreibung, wenn nicht umgelautet wird: da *der/die Ärzt(in) ungrammatisch ist – genau wie Sie es kritisieren. (08.04.2026 14:38)
antworten

N. N.: Und was ist mit "verärzt:innen" als Verb? Beispiel: "Mehrere Zahnärzti:innen und zahnmedizinische Fachassistent:innen haben die Wunde der Patient:innen verärzt:innent" ?? (08.04.2026 22:03)
antworten

Torsten Siever: Sie meinen das sicherlich nicht ernst, aber die Frage ist dennoch gut! Denn Erstkomponenten von Komposita (Zusammensetzungen) werden inzwischen tatsächlich überraschend oft gegendert, was zu komplexen ›Problemwörtern‹ führt: Bürger:innenmeister:innenkandidat:innen (Diskussion s. dort). Und wenn diejenigen entdecken, dass verarzten Arzt enthält und daher männlich wäre und das auch bei Adjektiven (lehrerhaft, leserlich), wird es schwierig. (09.04.2026 11:10)
antworten

N. N.: Guter Punkt, aber man könnte Ihre Beispiele einfach durch Partizipialformen auflösen: lehrendenhaft (statt lehrerhaft), lesendenlich (statt leserlich). Beim Wort verarzten könnte man auf Verbote setzen und das Wort durch „vermedizinen“ setzen. (11.04.2026 01:46)
antworten

Torsten Siever: Und freundlich durch befreundetenlich? Gendern darf nicht dazu führen, dass gegen alle Grammatikregeln verstoßen wird. lesendenlich ist kein gültiges Wort im Dt. Auf Basis von Verben wird -lich an Verbstämme (Infinitivstämme) angehängt (relikthaft an den Infinitiv wie bei wissentlich). Das Partizip ist ausgeschlossen. Es dient vielmehr sogar als synonyme Variante: maß+geb+lich (Ableitung) und maß+geb+end (Partizip I). (13.04.2026 16:09)
antworten

N. N.: Herr Siever, ich stimme Ihnen vollumfänglich zu. Aber Sie verschwenden hier leider nur Zeit und Energie. (20.04.2026 11:33)
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