Genderwörterbuch: Wanderer / Wanderin
Sie möchten das Wort »Wanderer« geschickt und korrekt gendern? In diesem Wörterbucheintrag des Genderwörterbuchs finden Sie sämtliche möglichen Formen, Informationen zur Grammatikalität, Anmerkungen zum Wort, mögliche alternative Formulierungen und Beispielsätze. Hilfe zu dieser Seite erhalten Sie hier.
Flexionsparadigmen (männl./generische und weibl./movierte Form):
| ♂ | Singular | Plural |
| Nom | Wanderer | Wanderer |
| Gen | Wanderers | Wanderer |
| Dat | Wanderer | Wanderern |
| Akk | Wanderer | Wanderer |
| ♀ | Singular | Plural |
| Nom | Wanderin | Wanderinnen |
| Gen | Wanderin | Wanderinnen |
| Dat | Wanderin | Wanderinnen |
| Akk | Wanderin | Wanderinnen |
Geschlecht berücksichtigende (»gendergerechte«) Bezeichnungen:
Paarform:
der/die Wanderer/Wanderin bzw. der Wanderer/die Wanderin etc.
durchgängig möglich
Schrägstrichschreibung:
in keinem Fall möglich (nur als vollständige Paarformen)
Klammerform:
in keinem Fall möglich
Geschlechtsneutrale Bezeichnungen:
Partizipialform:
👤 der/die Wandernde (Nom.), des/der Wandernden (Gen.), den/die Wandernde(n) (Akk.);
👥 Wandernde (Nom., stark), die Wandernden (Nom., schwach), den Wandernden (Dat.)
aber nicht empfohlen, da Ausdruck gendergerecht
Kurzbezeichnungen (nicht amtlich):
Binnenmajuskel / Gendersternchen / Gendergap:
durchgägig nicht möglich
Ausweichmöglichkeiten:
Ersatzformen (nicht für Rechtstexte):
Wandernde,
Umschreibungen (nicht für Rechtstexte):
wandernde Person; Person auf einer Wanderung; einen Ausflug machende Person
Anmerkung:
Die weibliche Form von »Wanderer« lautet korrekt die »Wanderin« und nicht die »Wandererin«. Die weibliche Form von »Wandrer« heißt entsprechend die »Wandrerin«.
Beispielsätze:
Besser nicht: Die Gegend hat für Wanderer einiges zu bieten.
Besser so: Die Gegend hat bezüglich Wanderungen einiges zu bieten.
Weitere Wörter zu dieser Basis:
Abwanderer, Auswanderer, Bergwanderer, Bierwanderer, Einwanderer, Extremwanderer, Fernwanderer, Gelegenheitswanderer, Gratwanderer, Kanuwanderer, Maiwanderer, Mitwanderer, Nachtwanderer, Nacktwanderer, Nichtwanderer, Radwanderer, Rückwanderer, Schneewanderer, Seniorenwanderer, Skiwanderer, Stadtwanderer, Strandwanderer, Vatertagswanderer, Wasserwanderer, Wattwanderer, Weitwanderer, Weltenwanderer, Winterwanderer, Zuwanderer
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Statistische Angaben
Abgeschnitten haben die geschlechtergerechten Varianten in Bezug auf ihre Grammatikalität wie folgt (bezogen auf alle Kasus und Numeri):
| Realisierungsform | Beispiel | Realisierungsgrad |
|---|
| Paarform | der/die Wanderer/Wanderin | |
| Schrägstrichform | (keine Form wie der/die Student/-in möglich) | |
| Klammerform | (keine Form wie der/die Student(in) möglich) | |
| Partizipialform | (keine Form wie der/die Studierende nötig) | |
| Kurzformen | (keine Form wie der*die Student*in möglich) | |
Diskussion
N. N.: "Die weibliche Form von »Wanderer« lautet korrekt die »Wanderin« und nicht die »Wandererin«. Die weibliche Form von »Wandrer« heißt entsprechend die »Wandrerin«."
Eigentlich würde man erwarten, die Entsprechung sei eben "Wandrin" (sonst ergibt das Wort "entsprechend" keinen Sinn). (26.08.2024 14:21)
Torsten Siever: Richtig. Der Grund für Wandrerin: Die Haplologie, also die (Vermeidung der) Wiederholung einer Lautfolge/Silbe, hier: er-er, ist bei Wandrerin nicht gegeben (rer) – es ist insgesamt eine Silbe kürzer. (26.08.2024 14:38)
antworten
N. N.: Die neumodischen *angeblich* "schon lange verbreiteten" Formen sind mühsam und stören den Lesefluss. Männlich oder beides meinend ist einfach Wanderer, weiblich war einfach Wandrerin mindestens seit Grimms Wörterbuch etabliert. Wahrscheinlich wussten das die "Gender"-Experten aber nicht, weil die, wie es den Anschein erweckt, einen riesigen Teil der etablierten Sprache wohl gar nie angeschaut haben. --- Wenn man das heutzutage gerne zu "Wanderin" verbiegen will – dann sollte man wenigstens konsequent sein und "Radfahrin", "Autofahrin", "Bergsteigin", "Helfin", "Amateurfunkin" einführen. Tut aber natürlich keiner. Weil es da noch schlimmer klingt und das Sprachgefühl verletzt, und die Leute, die einen etwas breiteren Wortschatz haben, im Kopf noch nicht ausreichend verbogen dafür sind. Warum es bei "Wanderin" geklappt hat... vielleicht, weil das noch ei (19.02.2026 23:48)
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