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Torsten Siever: Kritik ist gut, berechtigte zumal. Es sollte in diesem Fall tatsächlich nicht »Besser nicht« heißen. Ich habe den Eintrag entsprechend geändert. Vielen Dank! (31.05.2022 16:10)
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N. N.: Schon richtig, Herr Siever, was Sie über die von Ihnen erwähnten Formen, von User bis Agent(in), sagen. Es bleibt aber mein spezifisches Bedauern darüber, dass Sie eine Form im Deutschen abempfehlen und dadurch ohne Not abwerten, die es im Gegensatz zur genannten Gruppe geschafft hat, auch nach dem Import ins Deutsche ihre Geschlechtsneutralität zu wahren. So was ist doch erhaltenswert und muss nicht unnötigerweise unter Verdacht gestellt werden (wo die Verdachtskultur schon jetzt unschöne Blüten treibt, siehe nur beispielhaft die Diskusson um "Mitglied" oder Ihren eigenen "Genderator"). Oder wollen Sie auch neben Sätzen wie "Sie ist der unbestrittene Star des Ensembles" Ihren "Besser nicht"-Vermerk anbringen? (Nicht böse gemeint, nur kritisch ;) (31.05.2022 16:00)
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Torsten Siever: Den Vorzug der engl. Neutralität sehe ich genauso. Da die Zielsprache aber Dt. (mit Genus) und nicht Engl. ist und um etwaiger Kritik aus dem Weg zu gehen, weiche ich dennoch in solchen Fällen auf andere Formulierungen aus, die unzweifelhaft neutral sind. Fan wird noch oft akzeptiert (schon weil *Fanin nicht bildbar ist), bei anderen (selbst jüngeren) Anglizismen ist es da aber schon schwieriger: User, Jogger, Administrator, Agent. In den ersten Fällen liegt das natürlich an der -er-Endung, bei Administrator, Agent würde man eine Äußerung wie Ines ist Agent (deutsch ausgesprochen) dennoch als eher ›inkorrekt‹ einordnen und Ines ist Agentin den Zuschlag geben. Dies ist der Hintergrund für die Empfehlung. (27.05.2022 16:24)
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N. N. zum Suchwort »fan«: Ich bin nicht glücklich über Ihre Wertung: "Besser nicht: Wir sind begeisterte Filmfans". Und: "Besser so: "Wir lieben/begeistern uns für Filme." Sondern freue mich im Gegenteil, wenn es offensichtlich gelingt, die geschlechts"indifferente" Wahrnehmung, die sich mit englischen Begriffen wie "Fan" verknüpft, mit dem Begriff zusammen in unser Sprachsystem zu importieren. Wie z. B. auch bei "Profi" oder "Teenager", die man problemlos mit dem grammatisch männlichen Artikel gebrauchen und sich trotzdem ebenso weiblich wie männlich vorstellen kann. Von dieser Sorte Wörter, die keine besondere "Gender-Gymnastik" erfordern und trotzdem zu einem gendergerechten Sprachgebrauch führen, wünschte ich mir mehr (weil wir so wenigstens in einem kleinen Ausschnitt an den in dieser Hinsicht beneidenswerten Verhältnissen im Englischen partizipieren können). Und finde es bed (26.05.2022 19:37)
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Torsten Siever: Den Vorzug der engl. Neutralität sehe ich genauso. Da die Zielsprache aber Dt. (mit Genus) und nicht Engl. ist und um etwaiger Kritik aus dem Weg zu gehen, weiche ich dennoch in solchen Fällen auf andere Formulierungen aus, die unzweifelhaft neutral sind. Fan wird noch oft akzeptiert (schon weil *Fanin nicht bildbar ist), bei anderen (selbst jüngeren) Anglizismen ist es da aber schon schwieriger: User, Jogger, Administrator, Agent. In den ersten Fällen liegt das natürlich an der -er-Endung, bei Administrator, Agent würde man eine Äußerung wie Ines ist Agent (deutsch ausgesprochen) dennoch als eher ›inkorrekt‹ einordnen und Ines ist Agentin den Zuschlag geben. Dies ist der Hintergrund für die Empfehlung. (27.05.2022 16:24)
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N. N.: Schon richtig, Herr Siever, was Sie über die von Ihnen erwähnten Formen, von User bis Agent(in), sagen. Es bleibt aber mein spezifisches Bedauern darüber, dass Sie eine Form im Deutschen abempfehlen und dadurch ohne Not abwerten, die es im Gegensatz zur genannten Gruppe geschafft hat, auch nach dem Import ins Deutsche ihre Geschlechtsneutralität zu wahren. So was ist doch erhaltenswert und muss nicht unnötigerweise unter Verdacht gestellt werden (wo die Verdachtskultur schon jetzt unschöne Blüten treibt, siehe nur beispielhaft die Diskusson um "Mitglied" oder Ihren eigenen "Genderator"). Oder wollen Sie auch neben Sätzen wie "Sie ist der unbestrittene Star des Ensembles" Ihren "Besser nicht"-Vermerk anbringen? (Nicht böse gemeint, nur kritisch ;) (31.05.2022 16:00)
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Torsten Siever: Kritik ist gut, berechtigte zumal. Es sollte in diesem Fall tatsächlich nicht »Besser nicht« heißen. Ich habe den Eintrag entsprechend geändert. Vielen Dank! (31.05.2022 16:10)
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