Genderwörterbuch: Hebamme

Sie möchten das Wort »Hebamme« geschickt und korrekt gendern? In diesem Wörterbucheintrag des Genderwörterbuchs finden Sie sämtliche möglichen Formen, Informationen zur Grammatikalität, Anmerkungen zum Wort und mögliche alternative Formulierungen. Hilfe zu dieser Seite erhalten Sie hier.

Flexionsparadigmen (weibl. und männl. Form):

SingularPlural
NomHebammeHebammen
GenHebammeHebammen
DatHebammeHebammen
AkkHebammeHebammen
keine (direkte sprachliche) entsprechende Form für männliche Personen verfügbar

Geschlecht berücksichtigende (»gendergerechte«) Bezeichnungen:

Paarform:
der/die Hebamme

Geschlechtsneutrale Bezeichnungen:

Partizipialform:
nicht möglich, aber auch nicht nötig, da Ausdruck gendergerecht

Ausweichmöglichkeiten:

Ersatzformen (nicht für Rechtstexte):
Geburtshilfe; Geburtshelfer/Geburtshelferin; (Obstetrik)

Umschreibungen (nicht für Rechtstexte):
Geburt unterstützende Person

Anmerkung:

Die amtliche Bezeichnung für den männlichen Geburtshelfer ist laut KLDB (2010) Entbindungspfleger, rechtlich (HebG) werden auch männliche Berufsangehörige als Hebamme bezeichnet. Dennoch sollte dieser Ausdruck außerhalb des rechtlichen Rahmens nicht für männliche Personen angewendet werden, definitiv nicht, wenn man sich für eine geschlechtergerechte Sprache einsetzt und etwa Pronomen wie man umgeht.

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Diskussion


N. N.: männliche Form: Geburtshelfer ? (25.03.2021 13:08)

Torsten Siever: Richtig, die weibliche Form dazu ist Geburtshelferin oder ggf. Hebamme (https://www.genderator.app/wb/geburtshelfer/). (25.03.2021 13:37)
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N. N.: Hebamme ist auch eine männliche Bezeichnung. (18.06.2021 12:30)

Torsten Siever: Das stimmt natürlich nicht. Das Wort setzt sich aus Hebe+Amme zusammen und Amme ist nicht nur im Dt. die ›Mutter‹: griech. ámmia ›Mutter‹, span. ama etc. Zudem ist Hebamme eine geschützte Berufbezeichnung; das männl. Pendant lautet amtlich »Entbindungspfleger« (Klassifikation der Berufe 2010, Bd. 1, S. 284). Ist nun präzisiert. Aufnehmen wollen wir dies hier aber nicht als gegengeschl. Variante (zu weit weg). (18.06.2021 13:12)
antworten

N. N.: Das stimmt natürlich auch nicht. Das Gesetz über das Studium und den Beruf von Hebammen (Hebammengesetz - HebG) welches erst in den lezten Jahren verabschiedet wurde sieht in § 3 Berufsbezeichnung vor, dass es den Begriff Entbindungspfleger nicht gibt: "(1) Den Hebammenberuf darf nur ausüben, wer die Berufsbezeichnung „Hebamme“ führen darf. (2) Die Berufsbezeichnung „Hebamme“ gilt für alle Berufsangehörigen." Also wird jede männliche Hebamme auch die Berufsbezeichnung Hebamme tragen und der Post von Kollegen N.N. ist richtig. (18.06.2021 14:04)
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Torsten Siever: Was gelernt, vielen Dank! Dann behaken sich hier zwei fachsprachliche Verwendungsweisen, wobei das HebG natürlich über dem KLDB steht (mit 2010 dann wohl älter). Etymologisch/semantisch ist das jedenfalls zweifelhaft; vermutlich der fehlenden Variante geschuldet ("Hebammer" ist wenig realistisch). Der Gesetzgeber wird hier sicher noch einmal nacharbeiten; jedenfalls passt "Berufsangehörige" nicht zu "Hebamme". Den Eintrag habe ich aber wieder als genderneutral gekennzeichnet. (18.06.2021 17:59)
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N. N.: Der Begriff Hebamme ist nicht nur weiblich. Ausschnitt aus: https://www.hebamme.de/beruf/gibt-es-maennliche-hebammen/. "Mit der Reform der Hebammenausbildung ab 2020 soll die Berufsbezeichnung „Hebamme“ einheitlich für alle Geschlechter gelten". (23.06.2021 12:53)
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N. N.: Da ich bei Hebamme immer an eine Frau denken muss kann es nicht neutral sein. Beweis sind die Studien, welche immer herangezogen werden, wenn begründet wird warum Mädchen nicht glauben einen Beruf ausüben zu können, wenn nur die männliche Form genannt wird. (10.10.2021 20:15)
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N. N.: Was soll dieser Krampf mit der/die/das Hebamme? Die deutsche Sprache hält hier eine bewährte Lösung bereit. Beispiele gefällig? Die Gans/der Gänserich, die Taube/der Täuberich, die Ente/der Enterich. Was spräche denn gegen Hebamme und Hebammerich? (06.11.2021 18:25)
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N. N.: Hebamme:er (01.07.2022 10:20)
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