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Letzte öffentliche Beiträge
Torsten Siever: Sie meinen das sicherlich nicht ernst, aber die Frage ist dennoch gut! Denn Erstkomponenten von Komposita (Zusammensetzungen) werden inzwischen tatsächlich überraschend oft gegendert, was zu komplexen ›Problemwörtern‹ führt: Bürger:innenmeister:innenkandidat:innen (Diskussion s. dort). Und wenn diejenigen entdecken, dass verarzten Arzt enthält und daher männlich wäre und das auch bei Adjektiven (lehrerhaft, leserlich), wird es schwierig. (09.04.2026 11:10)
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N. N.: Und was ist mit "verärzt:innen" als Verb? Beispiel: "Mehrere Zahnärzti:innen und zahnmedizinische Fachassistent:innen haben die Wunde der Patient:innen verärzt:innent" ?? (08.04.2026 22:03)
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Torsten Siever: Ärzt:innen gehört tatsächlich zu den nicht wenigen Formen, die nicht funktionieren (s. Statistiken im Fuß). Was noch schlimmer ist: Immer öfter werden die maskulinen Attribute und Artikel nicht mehr geschrieben, mündlich ohnehin nicht gesagt. In solchen Fällen habe ich Verständnis dafür, dass sich Männer nicht mehr adressiert fühlen. Es ist die Umkehr der alten Ungerechtigkeit in eine neue. Mündlich können Sie hier die Paarform wählen, schriftlich darüber hinaus die Klammerschreibung, wenn nicht umgelautet wird: da *der/die Ärzt(in) ungrammatisch ist – genau wie Sie es kritisieren. (08.04.2026 14:38)
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